Morges

Morges birgt die Vorteile einer Kleinstadt und liegt mit dreißig Minuten von Genf und Lausanne, zwei Stunden von Zürich und Lyon und vier Stunden von Paris und Mailand zentral. Dies war ein wichtiger Aspekt in der Wahl für den Standort unseres Ateliers für Geigenbau und Restauration.

 

Morges am Genfer See gelegen, mit Sicht auf den Mont Blanc, lädt zu Spaziergängen an der Uferpromenade und in der historischen Altstadt ein. Die Gegend um Morges wird nicht nur für ihre vorzüglichen Weine geschätzt. Das seit 1985 stattfindende Academy Musical zieht jeden August zahlreiche Professoren und junge Musiker aus der ganzen Welt nach Morges.

Kultur

Morges ist zudem ein wichtiges regionales Kultur- und Bildungszentrum. Die Stadt verfügt über zwei Theater, das Théâtre de Beausobre (seit 1959) und das Théâtre des Trois Petits Tours (seit 1986). Daneben gibt es mehrere Museen, darunter das Museum Alexis Forel, das Waadtländer Militärmuseum (Musée militaire vaudois, zusammen mit dem kantonalen Zeughaus im Schloss) und das Musée Paderewski. Wichtige Ausstellungen sind im „maison du dessin de presse“ Haus der Zeichnung der Presse“ zu sehen. Ebenfalls finden sich zahlreiche Kunstgalerien in der Strasse Louis de Savoie. Eine davon ist die midnight sun galery.

Im Frühling wird die Tulpenblüte von Mai bis Juni mit der «Fête de la Tulipe» gefeiert.

Museumsangebot Kanton Waadt

Am nördlichen Stadtrand befindet sich die kantonale Landwirtschaftsschule Marcelin, neben der von 2000 bis 2003 das neue Gymnasium erbaut wurde. Des Weiteren besitzt Morges eine Eishalle, ein Freibad, einen Bootshafen und einen Campingplatz.

Für den Wissenschaft – und Forschungsstandort ist die Nähe zur EPFL ( École polytechnique fédérale de Lausanne) von großer Bedeutung. Zu Besuchen lohnt sich das Rolex – Learningzentrum, das durch seine ausgefallene Wellenstruktur ein weltweit beachtetes architektonisches Zeichen setzt.

Igor Stravinsky

Der russische Komponist und Dirigent Igor Stravinsky (1882-1971) kam aus gesundheitlichen Gründen an den Genfersee und lebte dort mit seiner Familie ab 1910. Er suchte hier das der Gesundheit seiner Frau förderliche Mikroklima. Nach Aufenthalten in Montreux und Clarens liess er sich 1916 in Morges nieder, wo er vier Jahre lebte.

Während dieser vier Jahre traf er Ramuz, die Gebrüder Morax und zahlreiche Künstler. Seine Zusammenarbeit mit Ramuz brachte die berühmte Histoire du Soldat (Geschichte vom Soldaten) hervor.

Das schön an der Uferpromenande gelegene, ehemalige Wohnhaus der Familie Stravinsky, ist heute ein Hotel mit besonderem Flair. Wer nicht gleich eine ganze Nacht dort verbringen möchte, kann sich auch im Restaurant des Hauses verköstigen lassen.

Geschichtlicher Hintergrund

Die historische Stadt Morges mit zwei Längsgassen (Grand-Rue und Rue Louis-de-Savoie) parallel zum See und mehreren Quergässchen besitzt ein malerisches mittelalterliches Stadtbild. Den nordöstlichen Abschluss der Altstadt bildet die Kirche, die Ende des 18. Jahrhunderts an der Stelle eines früheren Gotteshauses errichtet wurde. Die Reformierte Kirche vereinigt barocke und klassizistische Stilformen und zählt zu den bedeutendsten Bauwerken des Protestantismus in der Schweiz zu jener Zeit. Das kreuzförmige Kirchenschiff stammt aus den Jahren 1769–1771, während die Fassade unter dem Architekten Rodolphe de Crousaz 1772–1776 erbaut wurde. Dieser Architekt entwarf auch das hölzerne Chorgestühl in der Apsis.

Zahlreiche  Bürger- und Patrizierhäuser in der Altstadt stammen aus dem 15. bis 18. Jahrhundert. Dazu gehören das Haus Blanchenay, das 1670 barockisiert wurde und heute das Musée Alexis Forel beherbergt, das frühklassizistische Haus Monod (1768), die Confiserie Vernet mit spätgotischen Fenstern und das Hôtel de la Couronne (um 1800).

Im späten 19. Jahrhundert wurden die Quaianlagen von Morges neu gestaltet. Die breite Uferpromenade und der 1898 angelegte Parc de l’Indépendance laden zum Flanieren ein.

Offizielle Website der Stadt Morges